top of page

ELLINOR SYMMANGK zählt zu den prägenden Formgestalterinnen für Keramik und Porzellan in der DDR.

Sie entwickelte wegweisende Konzepte für Kombinationsgeschirr und stapelbare Formsysteme. Ihre Entwürfe, wie das legendäre Krankenhausgeschirr „HUMANITAS“ (1977–1979), vereinen kompromisslose Funktionalität mit zeitloser Ästhetik. Diese Seite dokumentiert ihr Leben, ihr schöpferisches Werk an der Schnittstelle von Design und Industrie sowie ihr bleibendes künstlerisches Erbe.

Von 1960 bis 1990 war sie als Diplom-Industrieformgestalterin im WTK Meißen tätig, dem Leitbetrieb für die feinkeramische Industrie der DDR. Dort war sie im Direktionsbereich Künstlerische Erzeugnisgestaltung als Bereichsleiterin für die Arbeit der Form- und Dekorgestalter, der Einrichter und Modelleure verantwortlich.

Mit ihrer hohen gestalterischen Begabung, ihrer ehrlichen, praktisch konsequenten Art, Probleme anzugehen und zu lösen, sowie ihrer warmherzigen, empathischen und oft viel zu bescheidenen Persönlichkeit war sie häufig das ausgleichende Element in bewegten Zeiten.

Sie entwarf zahlreiche Geschirrserien, Vasen, Leuchter und weiteres Zierporzellan, außerdem einige Dekore sowie Unikate für Ausstellungen. Vieles davon verschwand in der DDR in der Schublade, einiges wurde auf Messen ins Ausland verkauft, nur Weniges fand den Weg in die Produktion eines der zahlreichen Porzellanwerke.

Arbeiten von ELLINOR SYMMANGK wurden mit der Auszeichnung „Gutes Design“ sowie mit der Goldmedaille der Leipziger Messe gewürdigt.

Werke von ihr befinden sich im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Schloss Pillnitz, im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) sowie im Staatlichen Museum Schwerin.

Sie war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und mit ihren Werken auf zahlreichen Ausstellungen im
In- und Ausland vertreten.

Freundschaftlich verbunden war sie mit MARIA und HANS MERZ, RONALD PARIS, LUDWIG ZEPNER, HILDEGUND und LOTHAR SELL sowie HELGA und CLAUS RICHTER. Darüber hinaus stand sie mit ehemaligen Studienkollegen wie DORIS GRAFE und LOTHAR SCHOLZ in regelmäßigem Austausch.

bottom of page