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Ellinor Symmangk im WTK Meissen Porzellandesignerin DDR 1979

ELLINOR SYMMANGK Porzellandesign im WTK Meissen 1979
© Foto HEINZ DARGELIS Berlin

ELLINOR SYMMANGK
1931–2004

Keramik Porzellandesign
Formgestaltung DDR

Ellinor Symmangk (1931–2004) zählt zu den bedeutenden deutschen Keramik- und Porzellangestalterinnen der Nachkriegszeit. Sie gehört zu jener prägenden Generation von Industrieformgestaltern, die dem Keramik- und Porzellandesign der DDR eine international beachtete gestalterische Qualität verlieh.

Sie studierte Keramik an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar/ Heiligendamm (FAK) und im Anschluss Keramik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

 

Von 1960–1990 entwickelte Ellinor Symmangk am WTK Meissen zukunftsweisende System- und Kombinations-geschirre. Als Bereichsleiterin im Direktionsbereich Künstlerische Erzeugnisgestaltung des WTK verantwortete sie die Zusammenarbeit von Form- und Dekorgestaltern, Einrichtern und Modelleuren.

 

Ihr gestalterisches Lebenswerk in der funktionalen Serienfertigung und im Bereich des Stapelgeschirrs zählt zu den herausragenden Leistungen des DDR-Porzellandesigns.

 

Ihre Entwürfe verbinden funktionale Klarheit und logische Perfektion mit zeitloser Ästhetik. Es entstanden zahlreiche Zierporzellanserien, Dekore und einzigartige Porzellan- und Keramikobjekte.

Mehr zu ELLINOR SYMMANGK

Helmut Symmangk Expressionismus Malerei - Blaue Allee 2009 Landschaft bei Meissen

HELMUT SYMMANGK „Blaue Allee“ 2009 Landschaft bei Meissen
Öl auf Leinwand, 80 x 70 cm, Privatbesitz

HELMUT SYMMANGK
1931–2018

Malerei Grafik Druckgrafik
Bildende Kunst DDR

Helmut Symmangk (1931–2018) hinterließ ein facettenreiches künstlerisches Lebenswerk, das Einflüsse des Fauvismus und des Expressionismus – insbesondere der Dresdner Künstlergruppe „Brücke“ – erkennen lässt und zugleich stets zu einem unverwechselbaren, kraftvollen und hymnischen Ausdruck findet.

Er studierte Grafik an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar/ Heiligendamm (FAK) und im Anschluss Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

 

Als Maler der „Berliner Schule“ blieb Berlin zeitlebens seine fordernde Muse – und im Herzen „seine Stadt“.

 

Meissen und Dresden wurden für Jahrzehnte zum prägenden Zentrum seines Schaffens. Hier entstanden ausdrucksstarke Gemälde, Grafiken, Druckgrafiken und Wandbilder.

Von 1978–1984 wirkte Helmut Symmangk als Restaurator am Wiederaufbau der Semperoper Dresden mit und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung dieses bedeutenden Kulturdenkmals.

 

Seine letzten Schaffensjahre verbrachte er südlich von München, wo unter dem Eindruck der bayerischen Landschaft eindrucksvolle Alpenbilder entstanden.

Mehr zu HELMUT SYMMANGK

ZUM 95. GEBURTSTAG VON
ELLINOR & HELMUT SYMMANGK

1931–2026: Ein gemeinsames Jubiläum

Das Jahr 2026 erinnert an den 95. Geburtstag von Ellinor und Helmut Symmangk. Beide wurden 1931 geboren und gehören zu jener Künstlergeneration, deren Lebenswege und Werke eng mit den kulturellen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden sind.

Eine besondere historische Verbindung liegt im 2. Oktober, dem Geburtstag von Ellinor Symmangk: dem Vorabend der Deutschen Einheit und zugleich dem letzten Tag der DDR – jener Epoche, in der beide Künstler ihre eigenständigen künstlerischen Positionen entwickelten und nachhaltig prägten.

Ihre Biografien spiegeln zentrale Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts wider: Krieg und Nachkriegszeit, Verlust

und Neubeginn, die künstlerischen Bedingungen in der DDR, die Veränderungen der Wendezeit und den Neuanfang

im wiedervereinigten Deutschland.

Das gemeinsame Jubiläum ist Anlass, zwei eigenständige Lebenswerke neu in den Blick zu nehmen.

Durch die systematische Erfassung, Bewahrung und Zusammenführung der Künstlernachlässe entsteht

eine Grundlage für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrem Schaffen und

für die Vermittlung an kommende Generationen.

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