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ELLINOR SYMMANGK zählt zu den prägenden Formgestalterinnen für Keramik und Porzellan in der DDR.

Sie entwickelte wegweisende Konzepte für Kombinationsgeschirre und stapelbare Formsysteme wie das Hotelgeschirr „JASPIS“ (1967–68) oder das Krankenhausgeschirr „HUMANITAS“. Ihre Entwürfe vereinen kompromisslose Funktionalität mit zeitloser Ästhetik. Diese Seite dokumentiert ihr Leben, ihr schöpferisches Werk an der Schnittstelle von Design und Industrie sowie ihr bleibendes künstlerisches Erbe.

1951–1954 absolvierte sie das Studium Keramik an der Fachschule für Angewandte Kunst Wismar, Heiligendamm (FAK) bei IRMFRIED LIEBSCHER und FRANZ WILLERT, im Anschluss von 1954–1958 das Studium Keramik an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee bei WOLFGANG HENZE und RUDOLF KAISER.

Von 1960 bis 1990 war sie als Diplom-Industrieformgestalterin im WTK Meißen tätig, dem Leitbetrieb für die feinkeramische Industrie der DDR. Dort war sie im Direktionsbereich Künstlerische Erzeugnisgestaltung als Bereichsleiterin für die Arbeit der Form- und Dekorgestalter, der Einrichter und Modelleure verantwortlich.

Mit ihrer hohen gestalterischen Begabung, ihrer ehrlichen, praktisch konsequenten Art, Probleme anzugehen und zu lösen, sowie ihrer warmherzigen, empathischen und oft viel zu bescheidenen Persönlichkeit war sie häufig das ausgleichende Element in bewegten Zeiten.

Sie entwarf zahlreiche Geschirrserien, Vasen, Leuchter und weiteres Zierporzellan, außerdem einige Dekore sowie Unikate für Ausstellungen. Vieles davon verschwand in der DDR in der Schublade, einiges wurde auf Messen ins Ausland verkauft, nur Weniges fand den Weg in die Produktion eines der zahlreichen Porzellanwerke der DDR.

 

Sie war von 1964 bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Ihre Designs für die industrielle Porzellan- und Keramikfertigung wurden auf zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen und Messen präsentiert.

Als DDR-Reisekader vertrat ELLINOR SYMMANGK das WTZ/ WTK Meissen auf internationalen Messen im nichtsozialistischen Ausland, darunter in Mailand, Rom, Stockholm und Stuttgart. Ihre Auslandstätigkeit endete um 1972 abrupt, nachdem sie sich geweigert hatte, eine staatlich geforderte Erklärung zum vollständigen Kontaktabbruch mit einer westdeutschen Schulfreundin zu unterzeichnen. Ungeachtet drastischer Reisebeschränkungen setzte ELLINOR SYMMANGK ihre gestalterische Arbeit in hoher Qualität fort und entwickelte kontinuierlich international beachtete Designs.

Sie war im Bereich industrielle Formgestaltung der DDR auf der Faenza Italien 1964 und 1966 vertreten und erhielt dafür jeweils das Diploma di Partecipazione. Arbeiten von ELLINOR SYMMANGK wurden mit der Goldmedaille der Leipziger Messe gewürdigt, 1978 erhielt ihre Geschirrserie „HUMANITAS“ die Auszeichnung „Gutes Design“. 
1970 wurde dem Gestalterkollektiv des WTK der Kunstpreis der Stadt Meissen verliehen.

Werke von ELLINOR SYMMANGK befinden sich im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Schloss Pillnitz, im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), im Staatlichen Museum Schwerin sowie in der Sammlung des Amtes für industrielle Formgestaltung der DDR (AiF) Berlin.

Freundschaftlich verbunden war sie mit MARIA und HANS MERZ, RONALD PARIS, LUDWIG ZEPNER, HILDEGUND und LOTHAR SELL sowie HELGA und CLAUS RICHTER. Darüber hinaus stand sie mit ehemaligen Studienkollegen wie DORIS GRAFE, HUBERT PETRAS und LOTHAR SCHOLZ in regelmäßigem Austausch.

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